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"Judas" - Grazer Schauspielhaus in der Pfarrkirche St. Peter ob Judenburg

Judas – Ein Erlebnis

 

Einen besonderen Einstieg in die Fastenzeit gab es am Tag nach dem Aschermittwoch: Das Schauspielhaus Graz gastierte mit dem Einpersonenstück „Judas“ in der St. Peterer Pfarrkirche.

 

Wie kam es dazu? Im Februar 2016 lud das Schauspielhaus interessierte Pfarren zu einer Informationsveranstaltung nach Graz. PGR-Vorsitzende Andrea Leban und ich nahmen daran teil und waren nach der Stückvorstellung durch die Schauspielhaus-Chefdramaturgin Karla Mäder einhellig der Meinung: Da machen wir mit. Nachdem auch Pfarrer Zach zustimmte, wurde der Vertrag abgeschlossen. Dazu kam, dass die Aufführungskosten zur Hälfte aus Mitteln des Innovationstopfs der Diözese Graz-Seckau gefördert wurden. So war auch das finanzielle Risiko ausgeschaltet, es blieben € 250,--, die aus dem Eintritt (freiwillige Spenden) zu finanzieren waren.

 

Am 31. Jänner 2017 wurden die teilnehmenden Pfarren zur Aufführung in der evangelischen Heilandskirche in Graz eingeladen, die Andrea und ich besuchten. Im Rahmen dieser Aufführung gab vorher und danach Besprechungen mit den Verantwortlichen des Schauspielhauses und wurden die bestellten Plakate übergeben. Diese wurden u. a. allen Pfarren der Dekanate Judenburg und Knittelfeld wie auch den evangelischen Pfarren dieses Bereichs übermittelt.

 

Am 2. März war es schließlich soweit: kurz vor 17 Uhr kam das Schauspielhausteam an. Während sich „Judas“ Frederik Jan Hofmann im Pfarrsaal auf seinen Auftritt vorbereitete, gestaltete das weibliche Technikerinnenteam den Kirchenraum zur Bühne: der Stahlrohrquader wurde zusammengestellt und verkabelt, Scheinwerfer und das Technikpult angeschlossen, die Checks erfolgreich abgeschlossen. Ab 18:15 kamen die ersten Besucher, schlussendlich waren über 70 gespannt wartende Zuschauer versammelt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

 

Fredrik Jan Hofmann, Schauspielhaus Graz, gestaltete in der Pfarrkirche St. Peter ob Judenburg das Klischee „Judas, der Verräter“ in seinem einstündigen intensiven Monolog zu einem Menschen aus Fleisch und Blut, mit allen Schwächen und Stärken. Gespannt folgten alle seiner Schilderung seines Lebens, seinen Erinnerungen an Jesus, wo er sich selbst nicht mehr sicher ist, ob tatsächlich erlebt oder nur geträumt. Forderte aber auch heraus mit der Frage, wo wir gestanden wären – hätten wir Jesus zugejubelt, oder wären wir im Haus geblieben. Erzählte vom Verrat, von den verseuchten Silberlingen. Fragte sich, ob ER ihm verziehen hat. Und kann schlussendlich wieder zu sich selbst stehen, kann seinen Namen, diesen fluch beladenen, verbotenen Namen, wieder laut aussprechen. Ganz große Schauspielkunst! Verdienter Applaus war der Lohn für den am Ende total erschöpften Darsteller.

 

Abschließend war zur Agape mit Wein und Brot in den Pastoralraum geladen, wo einige die Gelegenheit nutzten, das eben Gesehene im Gespräch mit Frederik Hofmann und dem Schauspielhausteam nochmals Revue passieren zu lassen.

 

Karl Forcher, Schriftführer PGR

 

© Text & Bilder: Karl Forcher



Judas - Aufführung Schauspielhaus Graz 2. 3. 2017