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Blumenschmuckausflug ins Lavanttal

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Gemäß diesem Motto führte der diesjährige Gemeindeausflug der Blumenschmuckteilnehmer unserer Gemeinde mit Bürgermeister Wolfgang Rosenkranz und Gärtnermeister Reinhard Galla über den Obdacher Sattel ins Lavanttal.

Erste Station war die Gärtnerei Rosen Prinz in Wolfsberg, wo wir von Rosemarie Prinz empfangen wurden.

Während unsere Gruppe in der Rosenhalle ein gemütliches Frühstück einnahm, brachte sie uns Details aus der Firmengeschichte. Diese begann in der ersten Generation mit Baum- und Strauchfrüchten, sich in der zweiten zur Rosenzucht für den Großhandel wandelte. Die derzeitige dritte mit ihrem Mann und ihr forciert die Rosenzucht für den Endverbraucher. Sohn Arthur, die vierte Generation, ist als Gartengestalter tätig. Es folgten Tipps für die Rosenpflege, wo Frau Prinz einige üblichen Regeln als nicht nötig erklärte.  So z. B. keine Scheu beim Zurückschneiden der Rosen, ohne kompliziertes Zählen von Trieben oder Blättern. Eine Mitarbeiterin demonstrierte es an einem Rosenstock. Auch das Aufhäufeln von Reisig über dem Rosenstock müsse nicht gemacht werden. Und damit Kletterrosen nicht nur an der Spitze Blüten tragen, einfach die Triebe herunterbiegen, damit auch dort wieder Blüten ansetzen. Bruchstellen seien dabei kein Problem.  Überraschend war auch der Tipp, auch im Winter zu gießen, über die Pflanze. Nach einem Gang ins Glashaus mit den Schnittrosen nutzten einige die Möglichkeit, im Verkaufsladen Rosen, Thymianöl (stark verdünnt aufgebracht als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel) und anderes zu kaufen.

Nächste Station war das Obstbaumuseum im Zogglhof bei St. Paul, wo uns Herr Köstinger zu einem interessanten Vortrag begrüßte. Nach einem geschichtlichen Abriss über die Entstehung dieses Museums und Kompetenzzentrums für die Verarbeitung von Obstprodukten im Zogglhof, der im Besitz des Stifts St. Paul ist, erklärte er eindrucksvoll den Unterschied zwischen Industrieessig und dem natürlichen Fruchtessig. Es folgte die Möglichkeit, verschiedenste Essige zu verkosten. Anschließend gab es die Führung im Museumsraum, dass sich dem Weitblick von DI Dr. Cölestin Spendel verdankte, der schon vor 40 Jahren „altes Glumpert“, nicht mehr benötigte Utensilien für die Mosterzeugung, weil von modernerem verdrängt, sammelte. Herr Köstinger nutzte diese Rückschau, um allzu folgsamen Fortschrittsglauben kritisch zu hinterfragen. Ehe es in die Mittagspause ging, nutzten alle die Verkostungsmöglichkeiten und viele kauften auch Fruchtsäfte, Essige und Brände.

Im Gasthaus Jöbstl der Familie Taferner,  St. Stefan, wurden wir mit einem hervorragenden und ausgiebigen Mittagessen verwöhnt. Sie hatten extra für uns am Ruhetag geöffnet.

Letzter Programmpunkt war der Besuch des Heimatmuseums Lorenzenberg der Familie Walkam, an der slowenischen Grenze gelegen. Die Anreise auf den Berg war für einige ein Abenteuertrip über die schmale, aber asphaltierte Straße durch den Wald., das letzte Stück des Weges lotste uns August Walkam. Seine Frau Irmgard führte uns dann durch die Sammlungen von alten Kleidungsstücken, landwirtschaftlichen Werkzeugen und Gerätschaften, Heiligenbildern, Rosenkränzen und Gebetsbüchern. Im Laufe der Jahrzehnte hat sie eine eindrucksvolle Anzahl zusammengetragen. Zum Abschied betonte sie nochmals, wie sehr sie unser Besuch am Hof gefreut hat.

Wieder den Berg hinunter fuhren wir dann direkt nach Hause, konnten die zahlreichen Eindrücke dieses schönen Ausflugs nochmals Revue passieren lassen.

Ein herzliches Danke auch unserm Buschauffeur Roland Krinzinger, Fa. Tieber, der uns während der Fahrt  immer wieder auf interessante Ausblicke aufmerksam machte.

 

© Bilder: Gabriele Gruber-Veit, Karl Forcher

© Text: Karl Forcher



Blumenschmuckausflug ins Lavanttal